Zeitreise mit dem Wiener Feinbäcker Heberer: Das Kaffeehaus To Go

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: Wiener Feinbäckerei Heberer GmbH

Seit 130 Jahren gibt es den Wiener Feinbäcker Heberer. Was am Offenbacher Marktplatz begann, ist heute eine der erfolgreichsten Bäckerei-Geschichten Deutschlands – und ein Siegeszug durch die Bahnhöfe von Berlin bis Nürnberg und von Köln bis nach Görlitz.

1891 übernahm Georg Heberer eine kleine Backstube am Offenbacher Marktplatz und überzeugte die eingesessene Bevölkerung schnell. „Beim Heberer schmeckt’s“, sagten die Menschen. Die zweite Generation nahm dieses Kompliment sportlich – und die Herausforderung an, noch ein bisschen besser zu werden. So entschied sich Georg II. für eine Zuckerbäcker-Ausbildung im feinen Wien. Im weltberühmten Kaffeehaus Demel wurde er Meisterschüler. Was er zurück nach Hause brachte, war feinste Backkunst, die er in Offenbach weiter perfektionierte. Immer beste Qualität, immer höchster Genuss: Dieses Versprechen hält der Familienbetrieb nun schon in der fünften Generation.

Nach 1945: Aufbruch mit dem Echten

Was in Offenbach begann, gibt es längst schon in fast ganz Deutschland. Erstmals in den 1950er Jahren weitete der Feinbäcker Heberer das Filialnetz aus; erst nach Frankfurt und dann ins gesamte Rhein-Main-Gebiet. Innenstädte und Bahnhöfe spielten auch damals schon eine große Rolle. Denn auch die dritte Generation der Heberer-Bäcker wusste: Wo viele Menschen zusammenkommen, sind die kleinen Besonderheiten des Alltags besonders willkommen. Aber nicht nur feinstes Gebäck und üppige Torten gingen in den Bäckereifilialen weg wie warme Semmeln. Heberer brachte schon Bio-Brot auf den Markt, als es das Wort „Bio“ noch gar nicht gab. Das Echte war und ist bis heute ein handausgehobenes Brot aus Roggen- und Weizenmehl aus hausgezüchtetem Sauerteig, das auf Steinplatten gebacken wird.

Nach 1990: Von der Bäckerei-Filiale zum Kaffeehaus-Flair

Als 1990 das Land wiedervereinigt wurde, breitete sich Wiener Backkunst auch in Ostdeutschland aus. Zunächst übernahm die Bäckerei Heberer das vormalige Backwarenkombinat in Weimar und wurde schnell zum Marktführer in den Neuen Ländern und in Berlin. Damit einher ging auch ein neues Konzept für Bahnhöfe und andere sogenannte Hochfrequenzlagen.  Die „Traditional Bakery“ griff die Wiener Wurzeln nun auch optisch auf und brachte Kaffeehaus-Flair in Bahnhofshallen und Einkaufsstraßen. In vielen Filialen wurde zudem das Backen zum Teil des Produkts: Die Öfen wanderten in den Verkaufsraum oder hinter große Glasscheiben, von wo aus die Kunden nun zuschauen konnten, wie echte Profis knackfrische Brötchen ins Körbchen bekommen.

Und 2020? Wiener Feinbäckerei für Gastronomie, Unis und Supermärkte

Mittlerweile ist beim Wiener Feinbäcker Heberer die fünfte Generation am Werk. Auch die Geschwister Sandra und Georg P. Heberer konzentrieren sich auf das Erbe ihrer Familie: beste Backkunst dort, wo Menschen Lust auf diese Backkunst haben. Noch immer sind das vor allem Bahnhöfe, Flughäfen und Innenstadt-Filialen. Die Wiener Feinbäcker Heberer liefert traditionelles Handwerk nun aber auch an Mensen, den Lebensmitteleinzelhandel oder gastronomische Betriebe.

Na dann: Guten Appetit.

1 / 2/Wiener Feinbäckerei Heberer GmbH
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