Zeitreise mit ReiseBank: Bank der Freiheit

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: ReiseBank

Dass die Welt immer weiter zusammenwächst, hat auch mit der ReiseBank zu tun. Seit 95 Jahren sorgt sie dafür, dass Menschen überall auf der Welt etwas in der Hand haben, das Restaurants, Geschäftspartner und Läden als Zahlungsmittel akzeptieren. Nur logisch, dass ihre Geschichte im Bahnhof beginnt.

Nahezu 100 Währungen halten ReiseBank-Geschäftsstellen zur Verfügung. Das ist für Reisende beeindruckend  – im Geschäftsverkehr aber nur ein kleiner Teil dessen, wofür die ReiseBank heute steht. Längst schon ist das Finanzinstitut an fast allem beteiligt, was mit einer Welt zu tun hat, in der viele Grenzen zwar durchlässig sind, deren Zahlungssysteme aber nur langsam zusammenwachsen.

In den 1920ern: Frachtrisiken absichern, Währungen beschaffen

Die Geschichte der ReiseBank beginnt mit dem Drang der Deutschen nach Freiheit. 1923 liegen der Erste Weltkrieg und die Spanische Grippe hinter dem Land. Die Wirtschaft boomt  – und die neue Deutsche Verkehrs-Kredit Bank (DVKB) soll zunächst vor allem Frachtrisiken bei der Deutschen Reichsbahn absichern. Schon 1926 kommen die ersten Wechselstuben hinzu. Immer mehr Unternehmen suchen Anschluss ans Auslandsgeschäft und immer mehr Deutsche können sich Reisen jenseits von Alpen und Ostsee leisten. 1930 betreibt das Institut im Auftrag der Deutschen Reichsbahn 39 Wechselstuben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg: Cash für Wachstum und Wohlstand

Nach Kriegsende erneuern Reichsbahn und DVKB ihre Kooperation. Die Gesellschaft verändert sich rasant – und das spiegelt sich jeweils auch im Bankgeschäft wider. Das Nachkriegsdeutschland soll eng in die weltweite Wirtschaft eingebunden und damit zum Frieden gezwungen werden. Der offizielle Handel der DVKB mit Fremdwährungen sichert Geschäftskonzepte ab und entzieht dem Schwarzmarkt den Boden. Beides trägt wesentlich zum Wachsen von Wirtschaft und Wohlstand bei. Was sich bald darauf im Massentourismus zeigt. Nun geben die Wechselstuben verstärkt Lire, Francs und Peseten für die Reisekassen der Deutschen heraus. Mit der Anwerbung ausländischer Fach- und Arbeitskräfte kommen bald darauf weitere Aufgaben auf die Bank zu: der Verkauf von internationalen Telefonkarten etwa, oder der kontolose Bargeldtransfer in die Heimatländer der neu Hinzugekommenen.

Nach 2000: Der Euro kommt, die ReiseBank ist schon da

Die Einführung des Euro verändert das Geschäftsfeld des Finanzinstituts erneut. In den meisten Ländern Europas zahlt man nun mit der gleichen Währung. Doch die ReiseBank, wie sie seit 1996 offiziell heißt, hat sich darauf vorbereitet. Während andere das Sortengeschäft einstellen, bleibt die ReiseBank der Spezialist für Reisezahlungsmittel – und wird es auch für viele andere Banken. Heute versorgt die ReiseBank über 800 Finanzinstitute in Deutschland mit Fremdwährungen und inzwischen auch mit Edelmetallen. So ist die ReiseBank längst einer der umsatzstärksten Edelmetallhändler Deutschlands geworden – über 40 Tonnen Gold bewegte sie 2020. Darüber hinaus gibt die ReiseBank aufladbare Kreditkarten aus, mit denen man sofort und überall bargeldlos bezahlen kann und sie betreibt ein wachsendes Netz an Geldautomaten.

1 / 3/ReiseBank – Mannheim, 1956, 1
2 / 3/ReiseBank – Passau, Hbf. 1957
3 / 3/ReiseBank – historische Aufnahme
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