Regional i(s)st besser? 5 Fragen zu saisonalem Obst und Gemüse

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: iStock – Julia Sudnitskaya, carlosgaw

Tomaten an Weihnachten, Erdbeeren im November: Wir haben uns daran gewöhnt, das ganze Jahr über sämtliche Obst- und Gemüsesorten im Regal zu finden. Dabei gibt es viele Gründe, seinen Speiseplan nach der Saison auszurichten. Michael Otto, Einkäufer bei Edeka im Lübecker Einkaufsbahnhof, erklärt uns die Vorteile.

Überall ist zu lesen, dass wir besser saisonal und regional einkaufen sollen. Was bedeutet das eigentlich?

Es bedeutet, nur solche Lebensmittel zu kaufen, die aus der eigenen Region stammen und in der aktuellen Jahreszeit geerntet wurden. Wir beziehen unsere regionalen Obst- und Gemüsesorten zum Beispiel alle aus Schleswig-Holstein. Viele haben nicht mehr als zehn, zwanzig Kilometer Transportweg hinter sich, wenn sie hier im Markt liegen. Das hat viele Vorteile.

Welche genau?

Zunächst einmal stärkt man mit dem Kauf regionaler Produkte die heimische Wirtschaft. Weil der lange Transport entfällt, wird das Klima entlastet. Das Vertrauen der Kunden in heimische Produkte ist oft auch größer, da die Qualitätskontrollen hierzulande strenger sind. Nicht zuletzt schwören viele aber darauf, dass regionales Obst und Gemüse einfach besser schmeckt.

iStock – carlosgaw

Hatte die Corona-Krise Auswirkungen auf die Kaufentscheidungen?

Die Menschen mussten zu Hause bleiben. Plötzlich hatten sie jede Menge Zeit, um zu kochen und sich gesund zu ernähren. Das merkten wir auch im Umsatz: Frische, saisonale Produkte aus der Region waren sehr gefragt.

Kohl, Rüben, Hülsenfrüchte und andere heimische Gemüsesorten hatten lange Zeit ein eher angestaubtes Image. Hat sich das gewandelt?

Ja, in den letzten Jahren ist so etwas wie ein gesunder Hype um diese Gemüsearten entstanden. Es gibt jetzt Chips aus Erbsen, Linsen und anderen Hülsenfrüchten. Smoothies werden aus Rüben, Grünkohl oder Wirsing gemixt. Ich vermute, dass dieser Trend auch mit den vielen neuen Kochshows der letzten Jahre zusammenhängt.

Im Sommer ist es nicht schwer, saisonales Obst und Gemüse zu bekommen. Aber wie sieht es im Winter aus?

Winterzeit ist Kohlzeit. Viele Kohlarten werden zwar schon im Herbst geerntet, können aber problemlos eingelagert werden. Andere Kohlsorten werden erst im Winter geerntet. Der beliebte Grünkohl zum Beispiel verträgt bis zu minus 15 Grad Frost.

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