Bezahlen im Ausland: Tipps von ReiseBank-Experten

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: iStock – Svetl

Im Sommer steht für Sie eine Reise ins Ausland an? Dann gibt es viel zu beachten – auch in Sachen Geld. Die Experten der ReiseBank haben wertvolle Tipps.

Wohin geht es dieses Jahr für Sie in den Urlaub? Egal, für welches Land Sie sich entschieden haben: Bei jeder Reise sollten Sie sich vorab mit der Währung des Zielortes beschäftigen. Denn wer im Ausland die falschen Scheine im Portemonnaie hat oder zu spät zur Wechselstube geht, für den kann es unangenehm und teuer werden.

Die Experten der ReiseBank, die es auch in vielen Einkaufsbahnhöfen gibt, haben die wichtigsten Tipps für den Urlaub zusammengefasst und erklären, worauf Sie beim Währungswechsel achten sollten.

Tipps für den Urlaub

USA: Augen auf beim Greenback

Beim US-Dollar gilt: Lieber zweimal hinzuschauen, denn manche Dollarnoten haben eine Besonderheit. Alte, aber immer noch gültige Scheine haben alle die gleiche grüne Farbe und Größe – unabhängig vom Wert der Noten. Erst die neueren Scheine (Serien seit 2003) haben leicht voneinander abweichende Farbnuancen. Reisende laufen so Gefahr, Opfer von Trickbetrügern zu werden. Diese mischen zum Beispiel zwischen 20- oder 5-Dollar-Noten wenige 1-Dollar-Scheine. Oft fällt dann erst zu spät auf, dass viel zu wenig Geld gewechselt wurde.

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Norwegen & Großbritannien: Diese Noten sind jetzt ungültig

Viele Deutsche haben von der letzten Reise noch alte Währungen zu Hause. Aber Vorsicht: Im März 2018 sind die britische 10-Pfund-Note (GBP) und die 5er- und 10er-Schottische Pfund-Note (SCP) außer Kurs gegangen. Ende Mai wurden auch Banknoten der Währung Norwegische Krone (NOK) ungültig: 100er-Scheine (Erstausgabe 15.09.1997 und 01.01.2003) und 200er-Scheine (Erstausgabe 15.09.1997 und 01.01.2003) sind betroffen. Wer noch Restbestände dieser Kronen- oder Pfundnoten hat: Die ReiseBank kauft sie weiterhin gegen einen Kursabschlag an.

Weltweit gut mit dem Dollar unterwegs

Was viele Reisende nicht wissen: Der US-Dollar ist nicht nur eine Leitwährung, er ist auch in einigen Ländern außerhalb der USA das offizielle Zahlungsmittel. In vielen anderen Staaten ist er außerdem eine gern gesehene Währung, mit der man vielerorts besser ausgestattet ist, als mit der Landeswährung. So wird der „Greenback“ zum Beispiel in den meisten Ländern in Mittelamerika akzeptiert oder ist dort die beste Tauschwährung. In Ländern wie El Salvador oder Panama ist der US-Dollar sogar offizielle staatliche Währung.

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Kuba: Nur der Peso zählt

Während in weiten Teilen der Welt der US-Dollar eine stets konvertible Währung ist, ist man in Kuba damit regelrecht aufgeschmissen. Hier werden weder der US-Dollar noch eine Amex-Kreditkarte als Zahlungs- oder Tauschmittel akzeptiert. Wer nach Kuba reist, muss vor Ort den konvertiblen Peso eintauschen. Der Peso ist für ausländische Reisende das offizielle Zahlungsmittel. In den dortigen Banken und Wechselstuben wird gegen harte Euros getauscht und teilweise auch auf die Kreditkarte ausgezahlt (sofern sie nicht von einer US-amerikanischen Bank ausgestellt wurde).

Hongkong: Ein Wert, drei verschiedene Noten

Die ehemalige Kronkolonie genießt in vielerlei Hinsicht einen Sonderstatus. So leistet sie sich auch beim Geld eine Besonderheit, denn in Hongkong existieren drei geldausgebende Banken. Die „Bank of China Hong Kong“, „The Hongkong and Shanghai Banking Corporation Limited“ und die „Standard Chartered Bank Hong Kong“. Die Scheine der drei Geldinstitute unterscheiden sich zum Teil erheblich. Während der eine 50 Hongkong-Dollar-Schein einen Wolkenkratzer zeigt, bildet der nächste einen Löwen ab, und die dritte Note ziert eine mythische Schildkröte. Alle drei sind in den Straßen und Geschäften der chinesischen Sonderverwaltungszone gleich viel wert.

Exkurs zum Thema Geld

Fremdwährungen sind „Sorten“

Wer in einer Bank oder Wechselstube eine fremde Währung gegen die Währung des Heimatlandes tauscht, erhält im Sprachgebrauch des Bankwesens „Sorten“. Das ist die Bezeichnung für ausländisches Bargeld, das sich außerhalb des ausgebenden Landes, in dem es als Zahlungsmittel gilt, im Umlauf befindet. Zum Beispiel werden Schweizer Franken, die außerhalb des Währungsgebietes der Schweiz und Liechtensteins zirkulieren, als Sorten bezeichnet. 

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Bargeld schon im Heimatland oder erst im Ausland wechseln?

Grundsätzlich gilt, dass es mancherorts vorteilhafter sein kann, das Geld erst im Zielland zu tauschen. Daher empfiehlt es sich, im Heimatland zumindest eine sogenannte Handgeldausstattung zu tauschen – das entspricht in etwa 50 bis 100 Euro. Gerade bei Fernreisen hat man so schon bei der Ankunft ein wenig Bargeld parat, auch wenn Banken oder Wechselstuben vor Ort noch geschlossen sind.

Niemals auf der Straße tauschen

Gerade bei Fernreisen gilt: Nur in offiziellen Geldinstituten und niemals auf der Straße Geld tauschen! Denn dort kann man an Betrüger geraten, die Fremden zum Beispiel ungültige Scheine ausgeben. Grundsätzlich gehört die Kredit- oder Debitkarte zur Grundausstattung eines Reisenden. Auf reisebank.de/laenderinfos gibt es für jedes Zielland umfängliche Reise- und Sicherheitsinformationen, zu denen auch Empfehlungen für die finanzielle Ausstattung gehören.

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Währungen sind die Visitenkarte eines Landes

Geldscheine und Münzen tragen in der Regel die Symbole der nationalen Identität. Denn eine Währung ist immer eng mit der Geschichte eines Landes verbunden. Folglich bildet sie oftmals nationale Persönlichkeiten und Motive ab, die Bezug auf die Geschichte, Kultur oder Pflanzen- und Tierwelt eines Landes nehmen. So zeigen zum Beispiel die schwedischen Kronennoten Porträts von Astrid Lindgren, Greta Garbo oder dem früheren UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld. Auf der Rückseite sind Landschaftsmotive aus Småland, Lappland oder Gotland zu sehen.

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