Pesto statt Pinkel: Grünkohl geht auf Weltreise

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: derultimativekochblog

Bekannt ist der Grünkohl vor allem als Beilage zu Kasseler oder Pinkel. Dabei wird das gesunde Wintergemüse weltweit längst als Superfood verehrt. Wir stellen drei internationale Rezepte vor, in denen der Grünkohl die Hauptrolle spielt: von Italien über Israel bis nach Indien.

Grünkohl mit Kasseler oder dem Wurst-Klassiker Pinkel ist der Inbegriff deutscher Hausmannskost. Doch der krause Kohl eignet sich nicht nur als Beilage zu fettigen Würsten, sondern macht auch fit. Deshalb zählt der Grünkohl seit einiger Zeit zum angesagten „Superfood“ und wird zu Salat, Smoothies oder kalorienarmen Chips verarbeitet.

Weniger bekannt ist hingegen, dass der Grünkohl auch gut mit Zutaten aus der internationalen Küche harmoniert. In unseren Rezepten schicken wir den heimischen Grünkohl deshalb auf kulinarische Weltreise. Fernweh garantiert!

 

iStock // egal; derultimativekochblog

Pasta mit Pesto ist für viele der Klassiker, wenn es schnell gehen muss, aber trotzdem auf mediterranes Flair nicht verzichten werden soll. Eine interessante Variante ergibt sich, ersetzt man das Basilikum im Pesto durch Grünkohl. Das kräftige Aroma der robusten Kohlblätter schmiegt sich in diesem Gericht so elegant an die Einheit aus Olivenöl und Knoblauch, dass man die norddeutsche Grünkohl-Hauptstadt Oldenburg glatt in Ligurien verorten könnte.

Zutaten (für 4 Personen):

150 g Grünkohl, gewaschen, Blätter vom Strunk gezupft

100 g Walnusskerne, in einer beschichteten Pfanne ohne Öl leicht geröstet

2 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt

Saft von 1 Zitrone

200 ml Olivenöl

500 g Linguine, nach Packungsanleitung al dente gekocht

Meersalz & frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Grünkohlblätter, Walnusskerne, Knoblauchzehen, Zitronensaft und Olivenöl in einem Mixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pesto mit den heißen Nudeln vermischen und auf Tellern anrichten. Wir haben noch etwas klein gehackte Grünkohlblätter und gehackte Walnusskerne untergemischt. Und natürlich mit Käse oder veganem Käse bestreuen. Buon Appetito!

 

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Shakshuka ist ein vegetarisches Pfannengericht aus Tomaten, Zwiebeln, Paprika und Eiern, das vor allem in Israel den Status einer Nationalspeise genießt, aber auch im gesamten Nahen Osten und in Tunesien sehr verbreitet ist. In unserem Shakshuka-Rezept steht der Grünkohl im Mittelpunkt und wertet den orientalischen Frühstücksklassiker nicht nur optisch auf, sondern verleiht der sämigen Sauce Knack und Biss.

Übrigens: Traditionell wird Shakshuka ohne Besteck gegessen und mit dem Brot einfach aus der Pfanne gelöffelt. Das entspricht zwar nicht dem klassischen Grünkohl-Knigge, schmeckt dafür aber umso besser.

Zutaten (für 2 Personen):

1 rote Zwiebel, geschält und in Halbringe geschnitten

1 Knoblauchzehe, geschält und in feine Scheiben geschnitten

100 g Grünkohl, gewaschen, Blätter vom Strunk gezupft

100 g Babyspinat, gewaschen

1 TL Kreuzkümmel, gemahlen

1 TL Kurkuma, gemahlen

4 Eier

50 g gefrorene Erbsen, aufgetaut

50 g Feta zerbröckelt

1 Handvoll frischer Koriander gewaschen

1 Handvoll frische, glatte Petersilie gewaschen

20 Minzblätter, gewaschen

Olivenöl

Meersalz & frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln & Knoblauch darin glasig braten, den Grünkohl dazugeben und etwa eine Minute mitanbraten. Spinat hinzugeben, etwa eine Minute weiter braten, Kreuzkümmel und Kurkuma untermischen, salzen und pfeffern. 4 kleine Kuhlen in das Gemüse formen und jeweils ein Ei darin aufschlagen. Die Eier mit Salz und Pfeffer bestreuen und in der Pfanne bei geschlossenem Deckel und mittlerer Temperatur garen, bis das Eiweiß hart ist. Kurz vorher die Erbsen dazugeben und ebenfalls erwärmen.

FINALE: Mit Feta, Koriander, Petersilie & Minze bestreuen und fertig ist das Shakshuka!

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Als letzter Stopp steht ein Ausflug in die indische Küche auf dem Programm. Dahl ist ein Gericht aus roten Linsen, das durch eine feine Gewürz-Mischung den besonderen Pfiff erhält und auf dem indischen Subkontinent innig geliebt wird.

In unserer Dahl-Variante harmoniert der herbe Grünkohl wunderbar mit der süßen Kokosmilch und dem zarten Geschmack der Linsen. Das Grünkohl-Dahl ist aber nicht nur ein Erlebnis für den Gaumen, sondern sättigt außerordentlich und ist einfach zuzubereiten.

Zutaten (für 4 Personen):

1 rote Zwiebel, geschält und in Halbringe geschnitten

400 g rote Linsen

1,5 EL Ingwer, sehr fein gewürfelt

400 ml Kokosnussmilch

400 g Dosentomaten

800 ml Leitungswasser

2 TL Kurkuma, gemahlen

2 TL Kreuzkümmel, gemahlen

2 TL Koriander, gemahlen

2 TL Garam Masala, gemahlen

1 rote Chili, fein gehackt (Menge und Kerne je nach Schärfewunsch)

1 EL weißer Essig

Saft von 1 Zitrone

200 g Grünkohl, gewaschen, Blätter vom Strunk gezupft

1 Bund Koriander, Stängel und Blätter getrennt und gehackt

Rapsöl

Salz

Zubereitung:

Öl in einem gusseisernen Topf oder einer großen Pfanne heiß werden lassen und die Zwiebeln darin glasig braten, Linsen und Ingwer kurz mit anbraten und mit Kokosnussmilch, Tomaten und etwa 800 ml Wasser für ungefähr eine halbe Stunde auf mittlerer Hitze zum Köcheln bringen. (Sobald es zu sehr eindickt und noch nicht gar ist, einfach weiteres Wasser hinzuzufügen.) Währenddessen eine Pfanne heiß werden lassen und die Gewürze sowie die Chilis in ausreichend Rapsöl ca. 10-20 Sekunden kurz anbraten. Zu den Linsen geben. Essig, Zitronensaft und die Korianderstängel beifügen. Mit Salz abschmecken, Grünkohlblätter untermischen und mit Koriander bestreuen. अ􀇅ी भूख

*BEILAGENTIPP: brauner Basmatireis oder Naan-Brot. Auch Fisch passt hervorragend zu Dahl.*

 

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