Nass oder virtuell: Städte neu erleben

Zurück zur Startseite
  • Autor: Sascha Tegtmeier
  • Fotos: iStock – izusek

Die Sightseeing-Tour soll zum echten Erlebnis werden? Mit diesen Angeboten geht es schneller, sportlicher und alternativer – oder gleich in die Vergangenheit.

Es gibt Leute, die wollen beim Sightseeing tiefer ins Stadtleben eintauchen, als es die majestätische Höhe des guten alten Doppelstockbusses erlaubt. Sie suchen nach Individualität und ein Stück weit nach dem Unkonventionellen. Und weil in jeder Metropole ebenso viel Kreativität wie Geschichte steckt, kommen diese Leute an Spree, Elbe, Rhein und Isar auch voll auf ihre Kosten.

Mit dem Hotrod durch Hamburg

In Hamburg etwa bleiben weder Spaß noch Authentizität auf der Strecke. Dafür trägt die Hot Rod City Tour Sorge, die in Hamburg ihren ältesten deutschen Standort hat. 88 km/h Spitzengeschwindigkeit kriegen die etwa zwei Meter langen Nachbauten der US-amerikanischen Kultautos auf den Tacho. Weil die kleinen Boliden obendrein optisch wie echte Kraftprotze daherkommen, kann dem Coolness-Faktor nicht einmal die Helmpflicht etwas anhaben.

1 / 3Mit dem Hot Rod durch die City: Das gehört in Hamburg schon zum Stadtbild./Hot Rod Hamburg
2 / 3Weil mitfahren will, braucht einen gültigen Führerschein./Hot Rod Hamburg
3 / 3Statt nur aus dem Fenster zu schauen, erleben die Hot Rod Fahrer die Stadt hautnah./Hot Rod Hamburg

Jeder mit einem Führerschein der Klasse 3/B kann in der Hafenstraße 89 in St. Pauli einen Hotrod für eine geführte Tour auf die Straßen der Hansestadt bringen. Das einzige Ausschlusskriterium: Alkohol. Nach dem Start nahe der Landungsbrücken geht es über den Gänsemarkt und den Bahnhof Hamburg-Dammtor an der Alster entlang Richtung Hafencity, Teufelsbrück sowie Treppenviertel – auch bei Nacht: Um 20 Uhr startet die Moonlight-Tour für zwei Personen. Hier werden die Facetten der Millionenmetropole noch deutlicher – vom hell beleuchteten Zentrum bis zum romantischen-schimmernden Blankenese.

Im Stehen durch die Hauptstadt paddeln

Mit dem kleinen US-Schlitten die Stadt erkunden – das kann man auch in Berlin. Allerdings gelingt die Suche nach den bekannten oder bislang weniger erschlossenen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt ebenso gut auf dem Wasser. Der SUP Club Berlin verleiht alles, was es zum Stand Up Paddling braucht. Dabei steht Ausrüstung für jedes Niveau bereit – Allroundboards für die Beginner und echte Race-Bretter für alle, die es etwas eiliger haben.

1 / 3Vorbei am Osthafen und dem Molecule Man paddeln sich die Teilnehmer über die Spree./SUP Club Berlin
2 / 3Nach einer kurzen Einweisung erkunden die Stand Up Paddler Berlin auf dem Wasser./SUP Club Berlin
3 / 3Sportliche Stadttour: Beim Stand Up Paddling sind Muskeln gefragt./SUP Club Berlin

Virtuell zum Zeitreisenden werden

Geschichte und Geschichten am Rhein

Gar nicht vorwärts kommt man dagegen in Köln. Und das ist gar nicht so schlimm. Schließlich sollen die Menschen im Tramwaggon von „TimeRide VR Cöln“ am Alten Markt in die Vergangenheit reisen. Einsteigen, Virtual-Reality-Brille aufsetzen und schon startet der Trip durch das betriebige Altstadtleben im Kaiserreich. Vor dem VR-Trip gibt es eine 3D-Fotoausstellung sowie einen Dokumentarfilm über die lange Geschichte der Millionenstadt.

1 / 4In der virtuellen Welt ist die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts stehengeblieben. /TimeRide VR Cöln
2 / 4Während der Tour sitzen die Teilnehmer im Nachbau einer historischen Straßenbahn./TimeRide VR Cöln
3 / 4Die Besucher haben durch die VR-Brillen 360 Grad Sicht in die Kölner Altstadt./TimeRide VR Cöln
4 / 4Dank Virtual Reality kann man bei TimeRide VR Cöln die Stadt zur Kaiserzeit besuchen./TimeRide VR Cöln

Im Kultbus durch die (Neben-)Straßen Münchens

Ein wenig jünger als die kaiserliche Tram ist der VW T3, dessen Ära die 1980er umspannte. Er ist das ideale Vehikel für München-Touristen, die nicht selbst durch den Straßenverkehr navigieren und gleichzeitig fernab der klassischen Routen unterwegs sein wollen. Die HeyMinga Tour steuert allen voran die unbekannten Winkel der bayrischen Landeshauptstadt an. Insiderwissen und Getränke sind inklusive.

1 / 5Während der Tour machen die Teilnehmer immer wieder kleine Spaziergänge./heyMINGA
2 / 5Die Tour führt nicht nur zu den Touri-Spots, sondern durch die ganze Stadt./heyMINGA
3 / 5heyMINGA bietet alternative Stadttouren in Bayerns Landeshauptstadt an./heyMINGA
4 / 5Besonders wichtig ist heyMINGA, dass die Touren individuell und persönlich sind./heyMINGA
5 / 5Die Teilnehmer sollen München und seine Bewohner hautnah erleben./heyMINGA

Sollten vier Räder zwei zu viel sein, sollten die Wellen mal zu hochschlagen und sollte die Vergangenheit Geschichte bleiben, dann kann es neben dem Segway nur noch eine Alternative geben: Das ehrwürdige Fahrrad. In so gut wie jeder größeren Stadt können Touristen spezielle Touren buchen. Oder warum nicht die eigene Rundfahrt planen und direkt am Bahnhof den DB-Service Call a Bike nutzen?

Das könnte Sie auch interessieren

Bezahlen im Ausland: Tipps von ReiseBank-Experten

Artikel lesen

Hamburger Singles flirten gern am Bahnhof

mehr erfahren

Drinktrends – Gin-Hochburg Hannover

Artikel lesen