DIE KNIGGE-REGELN FÜRS DINNER-DATE

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: Robert Brembeck

Ob Tinder-Date oder Büroflirt – bei der ersten Verabredung zum Abendessen lauern viele Fettnäpfchen. Clemens Graf von Hoyos, Vorstandsvorsitzender der Deutschen-Knigge-Gesellschaft, erklärt die wichtigsten Benimmregeln.

Gehört es noch zum guten Ton, der Frau auf dem Weg ins Restaurant die Tür aufzuhalten?
Definitiv. Es gibt drei Situationen, bei denen Männer beweisen können, dass sie moderne Gentlemen der alten Schule sind: der Dame aus dem Mantel helfen, den Stuhl anbieten und die Tür aufhalten.

Wer übernimmt die Rolle des Gentlemans bei gleichgeschlechtlichen Paaren?
Wenn zwei Männer oder zwei Frauen zum Dinner-Date verabredet sind, übernimmt die Person, die die andere eingeladen hat, die Rolle des Gentlemans.

Was ist die wichtigste Benimmregel fürs Dinner-Date?
Es gibt eine wunderschöne Regel: zwei Drittel zuhören, ein Drittel reden. Dadurch wird sich die Person mit dem höheren Redeanteil positiver an das Gespräch erinnern. Die meisten Menschen sind nervös vor dem ersten Date und das ist völlig normal. Unangenehm wird es erst, wenn jemand aus einer Unsicherheit heraus redet wie ein Wasserfall. Ein gutes Gespräch ist wie Pingpong: Man wechselt sich ab.

„NICHT ÜBER GELD, SEX UND POLITIK SPRECHEN!“

Welche Gesprächsthemen sollte man vermeiden?
Es gibt die Faustregel, dass Gespräche über Politik, Religion, Geld, Sex, Krankheit oder Tod am Tisch tabu sind. Bei diesen Themen entzünden sich leicht Diskussionen. Aber wenn die Chemie stimmt, muss man gar nicht ständig einer Meinung sein. Provokation kann natürlich auch ein Stilmittel sein, das einen attraktiv wirken lässt. Aber wenn man es übertreibt, können die Chancen beim Gegenüber schnell verspielt sein.

Früher war klar: Am Ende des Rendezvous übernimmt der Mann die Rechnung. Und heute?
Die emanzipierte Frau von heute kann auch selbst zum Date einladen. Dann sollte sie auch die Rechnung übernehmen. Ein guter Kellner hat übrigens ein feines Gespür für solche Situationen. Er fragt die Beteiligten, ob sie zusammen oder getrennt zahlen möchten. „Going Dutch“ lautet der Ausdruck für die getrennte Zahlweise.

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