Onlinedating:
Das perfekte
Profilbild

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: iStock - knape

Die ehemalige Tinder-Soziologin Dr. Jess Carbino erklärt: Mit diesem Bild erobern Sie online die Herzen.

Ob es auf einem Datingportal funkt und ob bei Apps wie Tinder nach rechts gewischt wird, darüber entscheidet vor allem das richtige Profilbild. Die amerikanische Soziologin und ehemalige Tinder-Mitarbeiterin Dr. Jess Carbino verrät, worauf es ankommt – und weshalb sie den Flirtsprüchen an der Theke keine Träne nachweint.

Dr. Carbino, was macht ein gutes Profilbild beim Onlinedating aus?
Das perfekte Profilbild vermittelt ein Gefühl davon, wer man ist – und was einen von den tausenden anderen Kandidaten unterscheidet. In den weiteren Fotos auf dem Onlineprofil sollte man wie in einem offenen Buch blättern können: Jedes Bild, das man hochlädt, offenbart eine neue Facette der Persönlichkeit und bietet Gesprächsstoff fürs erste Date.

Reicht ein Selfie oder muss man extra zum Fotografen?
Nein, zum Fotografen muss man nicht. Wenn das Foto zu professionell und stark nachbearbeitet wirkt, könnte das sogar Misstrauen wecken: Sieht die Person wirklich so aus? Auch Selfies geben wenig über den Menschen preis. Am besten lassen Sie das Foto von Freunden aufnehmen!

Welcher Kamerawinkel ist am besten?
Geradeaus in die Kamera zu schauen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand nach rechts wischt, um 20 Prozent. So kann man schneller erkennen, ob man die Person anziehend findet. Außerdem offenbaren sich Details in den Gesichtszügen, die man mit bestimmten Charaktereigenschaften verbindet: Männer mit einer weichen Kinnpartie gelten beispielsweise als freundlicher und verständnisvoller.

„Posen schrecken ab“

Welches Profilbild erhält mehr Reaktionen: ein lachendes oder ein ernstes?
Ein lächelnder Mensch wird fast immer positiver wahrgenommen. Das macht sich auch beim Onlinedating bemerkbar: Bei einem lächelnden Profilbild wischen 14 Prozent der Nutzer mehr nach rechts.

Duckface oder Bambi-Pose – was kommt beim Onlinedating besser an?
Weder noch. Diese Posen könnten sogar abschrecken. Sie sind zwar sehr beliebt in sozialen Netzwerken, doch auf Datingplattformen wirken sie deplatziert und verstellen den Blick auf die Person dahinter. Auch von Filtern und Schwarz-Weiß-Fotos rate ich ab.

Hand aufs Herz: Vermissen Sie die guten alten Zeiten, in denen abends in der Bar noch geflirtet wurde?
Nein. Ich glaube, dass sich manche die Erinnerung an die gute alte Zeit zu rosig ausmalen. Wenn Frauen den ersten Schritt machen, ob online oder in einem anderen Kontext, hilft das immer, das vorgeschriebene Dating-Drehbuch zu ändern. Nur so können wir Geschlechterklischees endlich durchbrechen.

1 / 1Dr. Jess Carbino arbeitet als Soziologin bei der Dating-App Bumble./Bumble
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