Fusionsküche: über den Tellerrand

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  • Autor: Christian Selzer
  • Fotos: derultimativekochblog.com

Anna und Holger von „derultimativekochblog“ zeigen mit ihrem Rezept für einkaufsbahnhof.de, wie italienische Dolce Vita und thailändische Exotik in der Fusionsküche eine schmackhafte Verbindung eingehen.

Fusionsküche ist in aller Munde. Als Gastronomie-Trend, der Fisch mit Fleisch, Süßes mit Salzigem und asiatische Gewürze mit europäischen Gaumenfreuden kombiniert, ging die Kreativ-Küche in den letzten Jahren um die Welt. Der Grundstein dafür wurde bereits vor über 30 Jahren in Kalifornien gelegt. Städte wie San Francisco oder Los Angeles waren mit ihrer hohen Anzahl an Einwanderern aus verschiedenen Kulturen wahre Schmelztiegel, was sich auch in der regionalen Küche niederschlug. Denn durch den Mix aus Länderküchen wurden die Gerichte immer internationaler und extravaganter. Reisende und Gastronomen verhalfen den ungewöhnlichen Rezepten dann zu internationaler Bekanntheit.

VON DER CURRYWURST ZUM CRONUT

Ob Wan Tan mit Blutwurst oder Grünkohl mit Kokos: Erlaubt ist in der Fusionsküche, was schmeckt. Doch auch wenn es simpel klingt, ein paar exotische und internationale Zutaten zusammenzuwürfeln – ganz so einfach ist es nicht. Denn jede neue Kreation hat das Ziel, den Geschmack des ursprünglichen Gerichts zu verfeinern.

Dadurch erfindet die Fusionsküche sich ständig neu. Das führte in den letzten Jahren zu einer Flut an ungewöhnlichen Speisen. Die Sushirritos beispielsweise, eine Mischung aus mexikanischen Burritos und japanischen Sushi-Rollen, werden aus klassischen Nori- Algen und Sushi-Reis zubereitet und dann mit westlichen Füllungen wie mariniertem Fleisch bestückt. Der Cronut hingegen, eine New Yorker Erfindung, vereint Donut und Croissant. Und in deutschen Burger-Bratereien findet man immer häufiger den Ramen-Burger: ein Rindfleisch-Patty zwischen zwei Scheiben knusprig angebratenen Ramen-Nudeln, verfeinert mit Rucola und Sojasauce.

Wer es weniger ausgefallen mag, kann auch zu einer Vorfahrin der heutigen Fusionsküche greifen: Die altbekannte Currywurst vereint die deutsche Wurst mit amerikanischem Ketchup und indischem Curry. Auch Anna und Holger von „derultimativekochblog“ schwören auf den Stil-Mix. Zum ersten Mal in Berührung mit guter Fusionsküche kamen die beiden vor zehn Jahren in Sydney. „Zuhause haben wir dann selbst experimentiert“, erzählt Holger. Das Rezept für einkaufsbahnhof.de sei dann über Jahre gewachsen: die Thai-Bolognese. „Und heute ist es perfekt“, ergänzt Anna stolz. Für laue Sommerabende schlagen die beiden dazu ihren chinesisch-thailändischen Gurkensalat vor.

China-Thai-Gurkensalat

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Zutaten für vier Personen:

2 Salatgurken: Enden und Kerne entfernt, halbiert und in Scheiben geschnitten; 1 rote Zwiebel: geschält und in Halbringe geschnitten; 3 Knoblauchzehen: geschält und zerdrückt; 1–2 Chilischoten: Stiel entfernt und in feine Röllchen geschnitten; 2 EL geröstete, weiße Sesamsamen; 1 Handvoll Korianderblätter, grob gehackt; 1 TL Kokosblütenzucker (oder eine andere Süße); 2 EL Fischsauce (für Vegetarier/Veganer: vegane Fisch- oder Sojasauce); 4 EL geröstetes Sesamöl.

Zubereitung:

Alles gut miteinander vermengen. FERTIG!

Thai-Bolognese

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Zutaten für vier Personen:

1 rote Zwiebel: geschält und in Halbringe geschnitten; 3 Knoblauchzehen: geschält und zerdrückt; 1 daumengroßes Stück Ingwer: sehr fein gewürfelt; 500 g Rinderhackfleisch (für Vegetarier/Veganer: 160 g Sojaschnetzel in einer Schüssel mit 200 ml lauwarmem Wasser, 1 TL Brühe und 2 EL Sojasauce ca. 5 min ziehen lassen); 600 ml Kokosmilch; 200 ml Leitungswasser; 15 Cocktailtomaten: halbiert; 1–2 Chilischoten: Stiel entfernt und in feine Röllchen geschnitten; 6 Kaffirblätter; 2 Stangen Zitronengras: mit einem Messer eingeritzt; 2 EL Kokosblütenzucker (oder eine andere Süße); Saft von 1 Zitrone; 6 EL Fischsauce (für Vegetarier/Veganer: vegane Fisch- oder Sojasauce); 6 Karotten: geschält und in 2–3 cm große Stifte geschnitten; 500 g Linguine: nach Packungsanleitung al dente gekocht; 1 Handvoll Blätter Thai-Basilikum; Pflanzenöl zum Anbraten.

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer etwa 3 Minuten in einer heißen Pfanne anbraten. Rinderhackfleisch dazugeben und scharf anbraten. Mit Kokosmilch und Wasser ablöschen. Cocktailtomaten, Chili, Kaffirblätter und Zitronengras beigeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Mit Kokosblütenzucker, Zitronensaft und Fischsauce abschmecken. Währenddessen in einer anderen Pfanne die Karotten in Pflanzenöl bissfest braten. Die Linguine auf 4 Teller verteilen, die Karotten und Thai-Bolognese dazugeben und großzügig mit Thai-Basilikum bestreuen.

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