Das ist grün

Mit der Kampagne „Das ist grün“ leistet die Deutsche Bahn in 112 grünen Projekten einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Was haben Imker, Ziegenherden und Flüsterbremsen gemeinsam? Sie sind Teil der neuen Umweltkommunikation „Das ist grün.“, die mit den ersten 112 Projekten die Bandbreite des Umweltschutzes bei der Deutschen Bahn zeigt.

Bahnfahren ist schon per se umweltfreundlich verglichen mit Autos, Flugzeugen und Schiffen. Aber wussten Sie, dass Sie auch noch mit Ökostrom fahren? Und dass das nur ein kleiner Teil des Umweltschutzes bei der Deutschen Bahn ist, an dem Sie als Kunden teilhaben?
 Mit „Das ist grün.“ zeigt die Deutsche Bahn jetzt die Meilensteine ihrer grünen Projekte.

Es begann 1905

Als vor 112 Jahren der erste elektrische Zug mit sauberem Strom aus einem Wasserkraftwerk in Bayern fuhr, begann gewissermaßen das Projekt „Grün“ – auch wenn dies damals natürlich niemandem bewusst war. Seit jeher sind Umwelt- und Klimaschutz auch Teil der DNA bei der DB. Heute gibt es eine beachtliche Vielfalt an grünen Projekten, Produkten und Prozessen bei der Deutschen Bahn. Denn als Deutschlands größtes Mobilitäts- und Logistikunternehmen hat sie eine besondere Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen.

Ab 2018 mit 100 Prozent Ökostrom im Fernverkehr

Bis 2050 will die Deutsche Bahn komplett CO2-frei sein. Wie sie das schaffen will, verkündete Bahn-Chef Dr. Richard Lutz im Vorfeld der
 23. UN-Klimakonferenz in Bonn: Ab dem 
1. Januar 2018 fahren alle 140 Millionen Reisende in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn mit 100 Prozent Ökostrom. Bislang galt das nur für Bahncard-Kunden und Zeitkarteninhaber. Damit sind die Weichen gestellt, um ihr neues Klimaziel – nämlich den spezifischen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 mehr als zu halbieren – erfolgreich umzusetzen. 

Bienen bei der Bahn

Doch damit nicht genug. Die Deutsche Bahn engagiert sich zudem in verschiedenen Projekten für den Naturschutz. So werden ungenutzte DB-Flächen kostenlos an Imker vergeben, die dort ihre Bienen ansiedeln können – ein Trend, der sich besonders in deutschen Großstädten verbreitet und nebenbei die gefährdeten Bienen schützt. Außerdem werden zum Beispiel Flächen, die durch Bauarbeiten oder ähnliches in Mitleidenschaft gezogen worden sind, durch das Weiden von Schaf-, Ziegen- oder Wildpferdeherden gepflegt und wieder nutzbar gemacht. In sumpfigen Gebieten übernehmen dies gar Wasserbüffel. Auch stillgelegte Bahngebäude werden einem neuen Zweck zugeführt: Hier werden sogenannte Hotels zum Beispiel für die bedrohte Mopsfledermaus oder für Insekten gebaut, die dort während der Bauarbeiten Unterschlupf finden.

Ein weiteres großes grünes Thema bei der Deutschen Bahn ist der Lärmschutz. Ein wichtiges Element hierfür ist die Flüsterbremse an Güterwagen, die das Bremsen derselben sehr viel leiser macht. Außerdem sorgt die Deutsche Bahn dafür, dass in Häusern, die nah an Schienen stehen, Lärmschutzfenster eingebaut werden oder an Bahnstrecken in dicht besiedelten Gegenden Lärmschutzwände errichtet werden.

Knapp 13 Millionen Tonnen Abfall fielen im Jahr 2016 im DB-Konzern an. Über 97 Prozent dieser Abfälle wurden recycelt, denn das Thema Ressourceneffizienz spielt für die Bahn eine ebenso relevante Rolle. So gibt es spezielle Maschinen, die den Schotter direkt auf den Gleisen recyceln und umgehend wieder funktionsfähig machen. Auch Betonschwellen werden wiederverwertet. Sogar Teile der Unternehmensbekleidung des Zugpersonals sind recycelbar und ältere ICEs werden redesignt beziehungsweise noch verwertbare Komponenten werden wiederverwendet. Durch kontinuierliche Instandhaltung und Modernisierung wird die Lebensdauer der Flotten verlängert. Knapp 80 Prozent der Materialkosten können so gegenüber einem Neukauf eingespart werden.


Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz verkündete Bahn-Chef Dr. Richard Lutz das neue Klimaziel 2030.

Grün, grüner, Bahnhof

Schließlich zeigt die Deutsche Bahn auch,
 wie grün Bahnhof geht – bislang an den zwei Standorten Lutherstadt-Wittenberg und im nordrhein-westfälischen Horrem bei Köln. Hier finden Sie die beiden ersten vollständig grünen Bahnhöfe Deutschlands: Sie funktionieren komplett klimaneutral und autark, zum Beispiel durch den Einsatz regionaler und nachwachsender Rohstoffe, Geothermie, Gründächer und Regenwassermanagement sowie das Tages- und Kunstlichtkonzept. Die Bahnhöfe zeigen die heutigen Möglichkeiten klimaneutralen Bauens, wobei die Effizienz allerdings noch eine Herausforderung ist. Trotzdem verfügen zahlreiche andere Bahnhöfe über grüne Elemente, wie das Gründach, das eine natürliche Dämmung darstellt und zusätzliche Freiflächen schafft, um die CO2-Bilanz zu verbessern.

Bis 2030 will die Bahn den spezifischen CO2-Ausstoß mehr als halbieren.

In den Bahnhöfen und Zügen sind Sie nicht nur grün unterwegs – Sie können auch „grünen“ Kaffee trinken. Allein 2016 wurden 174 Tonnen Kaffee an Bord von ICE und IC verbraucht. Das sind mehr als zehn Millionen Tassen. Entsprechend groß war der Effekt der erfolgten Umstellung: Seit April 2016 serviert die Deutsche Bahn in ihren ICE- und IC-Zügen nur noch Fairtrade-zertifizierten Kaffee aus dem Hause Dallmayr. Mit dem ebenso in den ICEs erhältlichen Mehrwegbecher machen Sie den grünen Kaffeegenuss komplett – hundertprozentig recycelbar, biologisch abbaubar, nachhaltig in Europa hergestellt aus umweltfreundlichem Material, unzerstörbar und dabei funktional den Kundennutzen erfüllend. Und für den Kaffee im Mehrwegbecher gibt es im ICE-Bistro sowie in vielen Bahnhofsshops Rabatt. So grün geht Bahn.

Schlussendlich lebt die Deutsche Bahn das grüne Bewusstsein auch im Kreise ihrer Mitarbeiter. Neben zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten setzt die DB vor allem auf Auszubildende. Mit dem Projekt „Fernverkehr-Azubis pro Umwelt“ engagieren sich Auszubildende in Umweltfragen der DB. Auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, kurz FÖJ, kann im Konzern absolviert werden. Damit wird nicht zuletzt ein nachhaltiger Beitrag geleistet, die Projekte unter dem Dach „Das ist grün.“ weiter zu vermehren und die Bahn in Zukunft noch grüner zu machen.

Wenn Sie also das nächste Mal mit der Bahn fahren – zum Beispiel auf der neuen Schnellstrecke zwischen Berlin und München –
 und aus dem Fenster zufällig eine Schaf- oder Wasserbüffelherde sehen, könnte diese im Dienst der Deutschen Bahn und ebenso wie Sie grün unterwegs sein. 

Weitere Informationen zu den Projekten der Kampagne finden Sie hier.

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