Alltägliche Kulturstätten

Das Projekt „Bochumer Bankgeheimnis“ verwandelt öffentliche Sitzgelegenheiten in lebendige Spielorte regionaler Literatur.

Bänke in Parks, Fußgängerzonen oder im Bahnhof laden dazu ein, einen Augenblick innezuhalten und so eine Pause vom Trubel einzulegen. Solche Verweilmomente wollen René Wynands und Christoph Schurian nun mit einem besonderen Kunsterlebnis füllen. Mit Unterstützung des Kemnader Kreis e.V. – einer Initiative zur Förderung von Kunst und Kultur im mittleren Ruhrgebiet – und der Agentur Oktober Kommunikationsdesign haben die beiden Künstler das Projekt „Bankgehemimnis“ ins Leben gerufen.

An unterschiedlichen Bänken – darunter zwei Sitzgelegenheiten an den Bahnsteigen im Bochumer Einkaufsbahnhof – werden Plaketten mit einem QR-Code angebracht. Wer diesen Code mit seinem Handy scannt, kann sich anschließend die Kopfhörer in die Ohren stecken und einer kurzen Geschichte lauschen, die an dem Ort spielt, an dem sich der Hörer gerade befindet.

Geschrieben wurden die kurzen Texte von bekannten Autoren aus der Region, die teilweise auch selbst vorlesen. So schafft das nach Pariser Vorbild gestaltete Projekt innovative Kulturräume und lädt dazu ein, Bochum einmal anders zu erleben.