#immerfürmichda: Die Bahnhofsmission Essen

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: Bahnhofsmission Essen

Sie sind Opfer von Gewalt geworden. Sie sind obdachlos, arm, suchmittelabhängig, psychisch krank. Oder sie sind einfach nur sehr, sehr einsam. Die Menschen, die zu Einrichtungsleiterin Sandra Dausend in die Bahnhofsmission Essen kommen, werden von existentiellen Nöten geplagt. Und sie sind in besonderem Maße von der aktuellen Pandemie betroffen. „Corona trifft vor allem die Ärmsten unserer Gesellschaft“, sagt Sandra Dausend. „Wo sollen sie zum Beispiel einen Mundschutz herbekommen, ohne Geld?“

Nachfrage nach Lebensmitteln so groß wie nie

Insbesondere weil andere Hilfssysteme momentan nur eingeschränkt funktionieren, ist die Bahnhofsmission ist in diesen Zeiten für viele Hilfesuchende die wichtigste – und nicht selten die einzige – Anlaufstelle. Denn die Bahnhofsmission ist weiterhin für Menschen in Not da. Allerdings hat sich der Arbeitsalltag von Sandra Dausend und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stark verändert, seitdem die Räumlichkeiten der Bahnhofsmission Essen wegen der Corona-Krise geschlossen wurden. „Wir sprechen nun hilfsbedürftige Menschen im Umfeld des Bahnhofs direkt an und versorgen sie mit dem Nötigsten versorgen – dank einiger Spenden auch mit Schutzmasken“, sagt die Leiterin der Bahnhofsmission.

In Zeiten von Corona sind die größten Nöte die Grundbedürfnisse, die oftmals nicht mehr ausreichend gedeckt werden können. Die Nachfrage bezüglich Lebensmittelhilfen sei so groß wie nie, berichtet Dausend. Darüber hinaus hilft die Bahnhofsmission auch bei anderen Schwierigkeiten, wie der Übersetzung von Briefen und Anträgen – auch in Coronazeiten.

Ob arm oder reich ­­– jeder hat seine Corona-Geschichte

Dazu kommen viele neue Einzelschicksale, die erst durch die Corona Pandemie an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Wie die Freiberuflerin, die durch einen Einbruch von Aufträgen plötzlich ihren Kühlschrank nicht mehr füllen kann. Und da derzeit auch die meisten Tagesunterkünfte für Obdachlose geschlossen sind, sei die Situation insbesondere für wohnungslose Menschen noch prekärer als vorher. „Im Moment hat jeder Mensch seine eigene Corona-Geschichte, egal ob arm oder reich. Das verbindet uns alle – und schafft viel Solidarität untereinander“, erzählt Sandra Dausend.

1 / 1Lena & Nele, Streetworker der Bahnhofsmission Essen/Bahnhofsmission Essen
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