5 Fragen an einen Barista: der perfekte Kaffee für zuhause

Zurück zu Essen & Trinken
  • Autor: Redaktion
  • Fotos: Markus Föller

Am besten schmeckt der Kaffee im Lieblingscafé – zum Beispiel im oder am Einkaufsbahnhof. Aber auch zuhause kann das Wohlfühlgetränk gelingen. Barista Markus Föller von Starbucks im Hauptbahnhof Münster (Westf) gibt Tipps für die heimische Kaffeezubereitung – und warnt vor den größten Fauxpas.

Was sind die drei größten Fehler, die man beim Kaffeekochen zuhause machen kann?

Menge, Temperatur und Mahlgrad: Nimmt man zu viel Kaffeepulver, schmeckt der Kaffee nicht, genauso bei zu heißem oder zu kaltem Wasser. Mein Tipp: 10 Gramm Kaffee auf 180 Milliliter Wasser, das zwischen 90-95 Grad heiß ist. Der größte Fauxpas ist allerdings, wenn man keine eigene Kaffeemühle zu Hause hat. Dann kann man den Mahlgrad nicht richtig einstellen. Für einen Mocca nimmt man zum Beispiel einen ganz feinen Mahlgrad, für einen Espresso kann der Kaffee dagegen etwas gröber gemahlen werden. Am Ende zählt nur eins: der Geschmack.

Filter, Vollautomat oder French Press : Wie gelingt der Kaffee am besten zuhause?

Mit der French Press gelingt der Kaffee auf die natürlichste Art. Das Kaffeepulver kommt in die Kanne und wird mit heißem Wasser aufgegossen. Dann vier Minuten ziehen lassen, mit dem Filtersieb den Kaffeesatz nach unten drücken und danach gleich trinken. Benutzt man Filtertüten, ist es wichtig, sie vorher mit Wasser auszuspülen. Sie sind oft gebleicht und das verfälscht den Kaffeegeschmack. Bei Kaffee aus einem Vollautomaten hat man dagegen wenig Einfluss auf die Qualität. Ganz anders die Siebträgermaschine: Hier können Druck und Mahlgrad bestimmt und die Milch auch gleich mitaufgeschäumt werden.

Und wie gelingt der Schaum am besten?

Am einfachsten funktioniert das mit einem Hand Milchaufschäumer. Das ist ein Stab, den man einfach in die Milch hält. Wichtig, damit es gut schäumt: Kalte Milch mit einem hohen Fettgehalt benutzen und darauf achten, dass die Milch nicht zu heiß wird. Wenn man keinen Schaum braucht, sondern nur warme Milch, kann man sie auch einfach in der Mikrowelle erwärmen – oder im Topf.

Was gehört für dich zu einer guten Tasse Kaffee unbedingt dazu?

Zeit. Eine gute Tasse Kaffee ist für mich ein Genussmoment. Kaffee entschleunigt mich und zwar auch schon bei seiner Zubereitung. Und ein Stück perfekter Carrot Cake wie es ihn hier bei uns im Starbucks gibt, dann braucht man den Kaffee auch nicht zu süßen.

Ihr habt seit Mitte April wieder geöffnet: Welche Kaffeespezialität bestellen die Leute am liebsten, seitdem sie wieder zu euch kommen können?

Egal, was sie bestellen, es muss viel sein: Je mehr, desto besser. Die Leute gönnen sich was. Und das erste, was sie sagen, wenn sie reinkommen, ist: Schön, dass ihr wieder da seid! Alle Leute, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, bekommen übrigens gegen Vorlage ihres Dienstausweises, einen Tall Caffè Americano gratis.

Markus Föller ist Store Manager von Starbucks im Hauptbahnhof Münster (Westf).

 

Das könnte Sie auch interessieren

Leckere Waffeln für die ganze Familie

Artikel lesen

Wayne’s Coffee: schwedischer Lebensstil in Berlin

Artikel lesen

Recup: der nachhaltige
Coffee to go

Artikel lesen