Rocken im Bahnhof: Fête de la Musique

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  • Autor: Redaktion
  • Fotos: Musicboard Berlin GmbH

Livemusik-Flair bei freiem Eintritt: das ist die Fête de la Musique. Auch die Einkaufsbahnhöfe Ostbahnhof und Hauptbahnhof sind dieses Jahr mit von der Partie. Dort stehen neben namhaften Chartstürmern auch talentierte Newcomer auf der Bühne.

  • 21. Juni 2019
  • Berlin Alexanderplatz, Berlin Friedrichstrasse, Berlin Gesundbrunnen, Berlin Hackescher Markt, Berlin Hauptbahnhof, Berlin Lichtenberg, Berlin Ostbahnhof, Berlin Südkreuz, Berlin Zoologischer Garten

Der 21. Juni ist nicht nur der Sommeranfang, sondern traditionell auch der Tag, an dem die Fête de la Musique Musikbegeisterte mit zahllosen Live-Konzerten in ihren Bann zieht. In Berlin treten zu diesem Anlass wieder Bands und Künstler auf über 40 Bühnen in der ganzen Stadt auf. Da dürfen die beiden großen Verkehrsknotenpunkte, Hauptbahnhof und Ostbahnhof, nicht fehlen.

Während im Hauptbahnhof Straßenmusiker aller Couleur und Stilrichtungen für Stimmung sorgen, wird es von 18 bis 24 Uhr im Ostbahnhof ein wahres Feuerwerk an Newcomern und etablierten Acts geben. Die zahlreichen Geschäfte in den Einkaufsbahnhöfen bieten zudem die Möglichkeit zum Shoppen oder zur Besorgung von Konzertverpflegung.

1 / 5Die deutschsprachige Folk-Pop-Hoffnung: die Band PROVINZ aus Ravensburg/Valentin Ammon
2 / 5Schnörkellos eingängige Popmusik mit Haltung: LINA MALY/Warner Music
3 / 5Einer der vielversprechendsten Newcomer der deutschsprachigen Musikszene: das Brüder-Duo KANN /Warner Music
4 / 5Verletzlichkeit ohne Kitsch: die emotionale Musik des österreichischen Songwriters JOSH./Warner Music
5 / 5Von Limburg aus auf die größten Festival-Bühnen der Welt: LOVRA mit ihren 80er-inspirierten House-Tunes/Warner Music

Zeitplan im ostbahnhof

18:30 – 19:15 Uhr: PROVINZ

Lange hat keine deutsche Newcomerband mehr so viel Potenzial zu ganz Großem mitgebracht wie Provinz. Die vierköpfige Band aus Ravensburg macht deutschsprachigen Folk-Pop, der zugleich berauschend satt und faszinierend handgemacht klingt – mit Texten, die den Nagel auf den Kopf treffen und mit der unpolierten Direktheit des Gesangs von Frontmann Vincent. Nach den ersten beiden Singles „Neonlicht“ und „Reicht dir das“ erschien die Debüt-EP „Reicht dir das“, begleitet von der dritten Single-Auskopplung „Was uns high macht“.

19:45 – 20:30 Uhr: LINA MALY

Lina Maly veröffentlicht mit „Könnten Augen alles sehen“ nicht einfach nur ein zweites Album. Sie etabliert sich auch weiter als starke, eigenständige Künstlerin, als Streiterin für die Schönheit des Unperfekten und als Instanz der Aufrichtigkeit in der deutschen Popmusik. Lina Malys zweites Album fühlt sich für die Künstlerin selbst nach eigener Aussage „eigentlich mehr wie ein Debüt an“. Trotzdem klingt „Könnten Augen alles sehen“ weniger wie ein Erstling, als wie das mutige Werk einer gestandenen Künstlerin.

21:00 – 21:45 Uhr: KLAN

KLAN sind die Brüder Stefan und Michael. In Leipzig aufgewachsen mit Kirchenchor und Straßenmusik wird der eine Gitarrist und der andere geht nach Berlin, um Medizin zu studieren. Dort kommen sie 2016 als Musiker und Texter wieder zusammen und arbeiten an ihrer eigenen musikalischen Vision. Mit präzisem Blick für alle Risse, Brüche und Facetten vertonen und verkörpern sie die oft so gegensätzlichen Gefühle ihrer Generation. KLAN gelten damit als einer der vielversprechendsten Newcomer der deutschsprachigen Musikszene.

22:30 – 23:15 Uhr: JOSH.

Der Song „Cordula Grün“ von Josh. war 2018 DER Überraschungshit des Jahres. In seiner Heimat Österreich hat ihm das ausverkaufte Konzerte, Platin, Radio-Dauerpräsenz und zwei Nominierungen für die Amadeus Austrian Music Awards beschert. Aber auch über die österreichischen Landesgrenzen hinaus haben der Song, sein Video (aktuell mit mehr als 24 Millionen Streams auf Youtube) und sein Interpret für Furore gesorgt. Hätte Josh. es also gewollt, er hätte auf Zelt- und anderen Festen das schnelle Geld machen können. Wirtschaftlich verlockend, künstlerisch aus seiner Sicht aber nichts anderes als eine Sackgasse. Weshalb sich der sympathische Wiener bewusst gegen diesen Weg entschieden hat, um akribisch und mit viel Herzblut an den Songs seines Debutalbums weiter zu feilen.

23:30 – 01:00 Uhr: LOVRA

Die gebürtige Limburgerin LOVRA entdeckte ihre Liebe zur Musik bereits in der Kindheit und konnte so schon in jungen Jahren ein ausgeprägtes Gefühl für Rhythmus entwickeln. Beeinflusst durch die 80er- und 90er-Jahre, moderne Melodien sowie lebhafte House- Klänge, kreiert LOVRA einen einzigartigen Sound, der durch kräftige Vocals und tanzbare UK-House-Rhythmen abgerundet wird. In der vergangenen Festivalsaison heizte sie den Besuchern namhafter Events wie Melt!, Tomorrowland, Parookaville, Helene Beach, Nature One, Love Sea oder dem Artlake ordentlich ein. Als Höhepunkt galt ihre offizielle Residency als Opener für David Guettas BIG party im Ushuaia auf Ibiza, bei der sie gemeinsam mit der DJ-Legende 17 Shows in dem legendären Club spielte.

Zeitplan im Hauptbahnhof

18:00 – 18:45 Uhr: Georg Auf Lieder    

2 Jahre Straßenmusik. 2 Alben. Über 100 eigene Shows. Über 50 Support-Shows (u.a. für Milow, Imagine Dragons, Rea Garvey, Amy Macdonald, The Script). Über 200 Wohnzimmerkonzerte. Über 150.000 Kilometer in der Bahn. 1,95 Meter groß. Es gäbe noch so viel mehr über Georg zu erzählen. Aber es dreht sich eigentlich immer um das Gleiche. Georg spielt live. Immer und überall. Und erst, wenn man ihn live gesehen hat, dann versteht man diesen Künstler. Wenn man die Freude und Energie verspürt, die einen mitreißt, obwohl man vielleicht noch nie von ihm gehört hat, und man sich selbst dabei ertappt, wie man schon beim Support-Act mitsingt und feiert als sähe man gerade den Hauptact.

19:00 – 19:45 Uhr: Vivie Ann

Vivie Ann und ihre Band sprengen sämtliche Erwartungen mit Drama, Pathos, Emotion und einem fantastischen Sound. Ein Leben, das allzu geradlinig verläuft, taugt nicht für gute Geschichten. Darum dürfen wir uns wohl glücklich schätzen, dass bei Vivie Ann eigentlich immer alles drunter und drüber geht. „When The Harbour Becomes The Sea“ heißt die Essenz, die sie aus dem Chaos ihres Lebens destilliert hat – und ihr zweites Album ist deshalb ebenso betitelt. Es geht darin genau um diese turbulenten Momente – wenn der sichere Hafen zur stürmischen See wird, der feste Boden unter den Füßen zu tobenden Wellen und endloser Tiefe.

20:00 – 20:45 Uhr: Somebody Else (Fisal)    

Fisal Campbell ist Sänger und Songwriter aus Brooklyn, New York City. Zusammen mit seinem Kompagnion Tino Kowalewsky und seiner Band Somebody Else hat er drei Alben veröffentlicht, die bei Spotify mehr als eine Million mal gelaufen sind. Fisal live auf der Bühne zu erleben ist ein Erlebnis: mit Energie, Kreativität, Spontaneität erreicht er jedes Publikum.

21:00 – 21:45 Uhr: Charles Cleyn  

Charles Cleyn ist ein kanadischer Popmusiker und Songwriter. Kürzlich zog es ihn nach Berlin, um dort sein zweites Album zu schreiben und aufzunehmen. Mit seiner ersten Songleauskopplung „Decisions“ konnte er bereits den Berlin Music Video Award gewinnen, am 21. Juni erscheint seine zweite SIngle „Sorry“. Charles Stimme zeichnet sich durch ein samtiges Timbre aus, das perfekt zu seinem Gitarren- und Pianospiel passt.

22:00 – 22:45 Uhr: Cosis      

Cosis ist ein Produzent und DJ im Bereich Techno/Techhouse, der seine Leidenschaft zur elektronischen Musik in den frühen 2000er Jahren gefunden hat. Beeindruckt von der Kunst des Auflegens versuchte er sich wenige Zeit später selbst daran. Nachdem Cosis einige Erfahrungen in Halles Clubszene machen konnte, lebt und produziert er seit geraumer Zeit in Berlin und bringt dort seinen Sound auf die Dancefloors.

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